Fußreflexzonentherapie

Geschichte

Die Reflexzonentherapie am Fuß (RZF) ist eine Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Therapie entwickelt hat. Sie hat zwar ihren Ausgangspunkt am Fuß, bewirkt jedoch mehr als eine übliche Fußmassage. Durch die RZF wird gesamthaft eine Verbesserung gestörter
Organ- und Gewebefunktionen des Menschen erreicht. Sie gehört in den Bereich der Komplementärmedizin, die die Selbstheilungskräfte des Menschen fördert und nicht einseitig seine Symptome und Krankheiten bekämpft. Sie kann als eigenständige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.

Es konnte durch jahrelange Beobachtungen empirisch nachgewiesen werden, dss  die in der jeweiligen Längszone am Körper angeordneten Organe, Gewebe und Systeme in der gleichen Körperzone am Fuß, als Mikrosystem verkleinert, therapierbar sind.
Die RZF kann in der physikalischen Therapie, z.B. bei Wirbelsäulen- und Gelenkblockaden, bei Gon- und Coxarthrose, Beckenschiefstand und Haltungsschäden eingesetzt werden, meist als Serie von 6-12 Behandlungen.
In der Pädiatrie ist die RZF besonders geschätzt, denn Kinder erleben den natürlichen Heilreiz meist weniger voreingenommen als Erwachsene und reagieren oft rasch mit Verbesserung der Beschwerden.
Hebammen setzen die Fußbehandlung für Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt ein, wenn die Indikation dafür spricht.
Vermehrt kommt die RZF auch in der Altenpflege zur Anwendung und hilft, die vielfachen Altersbeschwerden und Krankheiten zu lindern.

Die Zonen des Kopfes sind an den Zehen angeordnet,
die des Brustkorbes und Oberbauches an den Mittelfußräumen,
die des Bauch-Beckengebietes an den Fußwurzelknochen, einschließlich der Fersen,
die der Wirbelsäule am medialen Anteil der beiden Längsgewölbe.
Alle Zuordnungen in der Körpermitte finden ihre Reflexzonen in der Fußpaarmitte, d. h. rechts und links hälftig.
Jeder Mensch weist Reflexzonen am Fuß auf. Sie sind im gesunden Zustand so wenig spürbar wie ein normal funktionierendes Organ. Erst bei pathologischen Veränderungen im Organ oder System werden auch die Reflexzonen erkennbar ("Belastete Zonen").

Reaktionen

Ein spezielles Merkmal, das die Methode kennzeichnet, ist durch die ausgelösten Reaktionen gegeben. Reaktionen sind erwünschte und erwartete, meist kurzfristige Heilkrisen, die nicht mit neuen Krankheiten verwechselt werden dürfen. Sie werden durch die Therapie hervorgerufen und kennzeichnen eine Reaktivierung der geschwächten Regenerationskräfte im Menschen.
Die auftretenden Reaktionen sind in jedem Fall positiv zu bewerten, selbst wenn sie vorübergehend störend sein können. Die Selbstheilkraft des Menschen entscheidet letztlich, über welche Systeme der Organismus seine Reinigung und Stabilisierung vollzieht.
Folgende Reaktionen sind am häufigsten:
  • Vermehrte Harnausscheidung, Veränderung in Geruch und Farbe.
  • Veränderung des Stuhlganges in Quantität, Konsistenz, Farbe, Geruch; vermehrte bzw. verminderte Flatulenz.
  • Schweißabsonderungen und Hautveränderungen am ganzen Körper oder an bestimmten Hautbezirken, z. B. Nachlassen des Juckreizes.
  • Reinigung der Schleimhäute in den Atemwegen und Unterleibsorganen in Form von Schnupfen, Auswurf oder Ausfluß, bzw. im deutlichen Nachlassen der Schleimhautabsonderungen.
  • Entspannende Müdigkeit, besseres Lebensgefühl und Ausgleich der emotionalen Schwankungen.
  • Kurzfristiges Aufflackern alter Krankheiten, die früher unterdrückt bzw. nicht ganz ausgeheilt wurden.
  • Kurzer Fieberschub oder erhöhte Temperatur, die nicht als neue Krankheit, sondern als natürliche Verarbeitung von Fremd- oder Schadstoffen gewertet werden sollten.

Die FRZ ist keine Kassenleistung.