Fango, Parafango

Heiße Fangopackungen (Moor, Heilschlamm) bewirken durch Förderung der Durchblutung die Lockerung der Muskulatur und den Abtransport von Schlackenstoffen und unterstützen so alle übrigen Therapieformen

Eistherapie

Wirkungen

Schmerzlinderung

 

Die Rezeptoren, die die Meldung der Kälte ans Gehirn weitergeben, stören die Weiterleitung der Schmerzreize. Unter anderem beruht das wohl darauf, dass die Kältereize deutlich schneller das Gehirn erreichen als ein Teil der Schmerzreize. Ist der Kältereiz so ausgeprägt, dass er selbst als Schmerzreiz wahrgenommen wird - z. B. eine Eispackung über einem verletzten Gelenk - dann überdeckt der künstlich erzeugte Kälteschmerz den Verletzungsbedingten Schmerz.

Entzündungshemmung


Ist ein Gewebe entzündet, zeigt sich das meist durch eine gesteigerte Durchblutung, die an der  Rötung und Überwärmung des Gewebes zu erkennen ist. Kälte bringt die Blutgefäße dazu, sich zusammenzuziehen und reduziert so die Durchblutung. Als Folge der Kälte selbst laufen die Stoffwechselprozesse im entzündeten Gewebe langsamer ab. Gedrosselt wird vor allem auch die Aktivität von Enzymen, die im Gewebe entzündungs- und Schmerzfördernde Substanzen bilden. Zudem verhindert die Eistherapie die Ödembildung, die eine Entzündung begleitet.

Einfluss auf die Muskelspannung


Der Einfluss auf die Muskulatur hängt von der Einwirkdauer der Kälte ab. Zunächst wird die - unwillkürliche - Spannung herabgesetzt, hingegen aber die willkürliche Aktivierung der Muskeln erhöht. So kann ein Tauchbad in eiskaltem Wasser sogar spastisch verkrampfte Muskeln entspannen. Die Kälte erreicht die Muskelspindeln nach 20-25 Minuten. Muskelspindeln sind Dehnungsmelder, die unter anderem die Muskelspannung regulieren. Kälte macht die Muskelspindeln unempfindlicher. Dadurch verstärkt sich der Muskelentspannende Effekt noch. Zudem dauert dieser Effekt auch noch an, wenn die Kälte nicht mehr einwirkt.