Ergotherapie

Was ist Ergotherapie?

Jeden Tag führen Menschen viele verschiedene Aktivitäten aus, wie z.B. sich waschen / anziehen, zur Arbeit oder zur Schule gehen, kochen und essen. Für manche Leute sind diese Aktivitäten aber nicht selbstverständlich möglich. Aufgrund verschiedener Störungen können tägliche Aktivitäten möglicherweise nicht mehr so stattfinden wie es sein sollte. Das Hauptziel der Ergotherapie ist das Erlangen der bestmöglichen Selbständigkeit im Alltag, individuell auf jeden Mensch abgestimmt. Die Ergotherapie geht davon aus, dass das aktives Handeln / Tun eine heilende Wirkung hat, wobei versucht wird Störungen so viel wie möglich auf zu heben und Restdefizite zu kompensieren.

Wer wird behandelt?

Kranke und Behinderte jeden Alters mit Störungen der:

  • Ausdauer und Belastbarkeit
  • psychischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten
  • Grob- und Feinmotorik
  • Koordination
  • Wahrnehmung
  • kognitive Fähigkeiten / Hirnleistung
  • Sensomotorik
  • Sensibilit

Was beinhaltet Ergotherapie?

  • präventive und rehabilitative Maßnahmen
  • ganzheitliche, aktive Behandlungen
  • diagnostisches Verfahren
  • Behandlungsplanung- und analyse
  • handwerkliche Tätigkeiten
  • Herstellung, Adaptionen und Erprobungen von Schienen und Hilfsmittel
  • Training von lebenspraktischen und alltagsrelevanten Handlungen (größtmögliche Selbständigkeit im Alltag, in der Schule und im weiteren Umfeld)
  • Wohnraumanpassung
  • Förderung von Grundarbeitsfertigkeiten
  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Beratung von Angehörigen / Bezugspersonen
  • Vermeidung von Folgeschäden und Entwicklungsverzögerungen

Wachkoma

Aphallisches Syndrom

Das Wachkoma wird als ein Zustand der Bewustlosigkeit bezeichnet, der sich über Jahre hinziehen kann.  Es ist ein schlafähnlicher Zustand mit offenen Augen. Der Patient ist wach, kann sich jedoch nicht äußern und zeigt keine sinnvollen Reaktionen. Die Umwelt wird von diesen Menschen wohl wahrgenommen.

Parkinson

Der Morbus Parkinson ist eine Stammganglienerkrankung, die vor allem durch Bewegungsstörungen gekennzeichnet ist und ca. 0,1% der Bevölkerung über 60 Jahre betrifft. Es kommt aus meist unbekannter Ursache zu einem Dopaminmangel in einem bestimmten Gehirnbereich (Substantia nigra), selten sind Vorerkrankungen auslösend.

Orthopädischer Bereich

Störungen des Bewegungs-Apparates (Knochen, Gelenken, Bänden, Sehnen, Muskeln). Beispiele von orthopädischen Störungen sind u.a. Beinbrüche, Muskelrib, Subluxationen, verschlissene Hüfte, aber auch Menschen mit einer Amputation.

Psychiatrische Störungen

Störungen der Psyche oder der Seele. Es geht hierbei um Menschen, die auf irgendwelche Weise mit sich selbst oder mit anderen in Probleme geraten sind (gestörtes Verhalten / Alltagsbewältigungsprobleme, etc.) Gefühle und Gedanken, oder manchmal auch die Wahrnehmung der Realität, sind oftmals gestört. Beispiele von psychiatrische Störungen sind: Depressivität, Schizophrenie, Fobien.

Rheuma

Rheuma ist ein Oberbegriff für akute und chronisch entzündete Erkrankunken des Körpers, hauptsächlich gekennzeichnet durch Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Sowohl die Muskeln, als auch die Gelenke können von diesen Entzündungen betroffen sein.

Konzentrationsschwäche

Hierbei handelt es sich um die Einschränkung der Merkfähigkeit, der Ausdauer, des Kurz- und Langzeitgedächtnisses etc.. Als Folge eines hohen Alters oder aber auch einer Krankheit (z.B. Schlaganfall, Korsakow…)können hier Probleme auftreten, da bestimmte gebiete des Gehirns nicht mehr richtig funktionieren.

Alzheimer

Der Morbus Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, wobei die Häufigkeit mit steigendem Lebensalter zunimmt und Frauen häufiger betroffen sind. Die Ursache ist noch unbekannt, genetische Faktoren und die Ablagerung eines bestimmten Proteins im Gehirn werden derzeit noch wissenschaftlich untersucht.

Schädelhirntrauma

Ein Kopftrauma kann entweder nur den knöchernen Schädel und dessen Weichteile betreffen (Schädelprellung, Schädelbruch) oder aber gleichzeitig zu einer Hirnverletzung führen (gedecktes und offenes Schädel-Hirntrauma, intrakranielle Hämatome).

Demenz

Es gibt viele verschiedene Formen der Demenz. Sie alle aber beinhalten den Verlust der Geistes- und Verstandesfähigkeiten (Intelligenz). Typisch ist eine Verschlechterung der Gedächtnisleistungen, des Denkvermögens, der Sprache und des praktischen Geschicks, jedoch keine Trübung des Bewusstseins.

Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall spricht man von einer regionalen Durchblutungsstörung des Gehirns. Eine Durchblutungsstörung kann verschiedene Ursachen haben. Teile der Blutgefäße des Gehirns können verstopft sein, wodurch die Sauerstoffzufuhr im Gehirn beeinträchtigt wird.

MS (Multiple Sklerose)

Die multiple Sklerose (MS) ist eine meist schubförmig verlaufende, chronische Erkrankung mit verschiedenartigen neurologischen Symptomen, die meist im frühen Erwachsenenalter beginnt und bevorzugt Frauen betrifft. Aber auch ein fortschreitender chronischer Verlauf ist möglich.