Osteopathie

Osteopathie ist eine komplementärmedizinische Behandlungsform, die im Unterschied zur Chiropraktik auch Verbesserungen bei Allgemeinbefinden, Stoffwechsel und sonstigen, nicht unbedingt bewegungsbedingten Störungen erreichen will.

Man teilt die ganzheitliche Osteopathie ein in:

  • viscerale Osteopathie
  • parietale Osteopathie
  • craniosakrale Osteopathie

Die Methoden ähneln denen der Chiropraktik, im Gegensatz dazu geht die Osteopathie jedoch davon aus, dass bei einer Störung der Selbstheilungskräfte des Körpers schon kleine und kleinste äußere Einflüsse zu großen Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes führen können.

Der Osteopath nutzt den Körper als umfassend vernetztes Steuer- und Regelsystem.Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, Funktions- und Bewegungseinschränkungen zu finden und zu beseitigen. Der Osteopath erkennt in allen Funktionskreisläufen (beispielsweise:Anspannung und Entspannung der Muskulatur, Bewegungsfreiheit der Gelenke, Schlaf- und Wachrhythmus, Blutkreislauf, lymphatisches System) des Organismus einen Bewegungsausdruck. Sie funktionieren in Abhängigkeit ihrer Steuerungssysteme, des Nerven- und Hormonsystems.

Um diese Funktionen im Gleichgewicht zu halten, ist Bewegung oder Beweglichkeit aller Strukturen im Körper notwendig. Für die Vitalität von Gewebe ist Bewegung essentiell. Der Osteopath/die Osteopathin wirkt auf die essentiellen Bewegungen ein. So kann der menschliche Körper mit all seinen Funktionskreisläufen in seinem natürlichen Gleichgewicht funktionieren und gesunden. Osteopathen versuchen, Störungen zu erfühlen und ihnen durch leichte, aber gezielte Einflüsse (wie Druck durch die Hand) entgegen zu wirken.

Die Osteopathie wurde durch den Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) Ende des 19.Jahrhunderts entwickelt. George V.Webster schrieb 1921: "Osteopathie ist das Wissen um die Struktur, Beziehung und Funktion jedes Teils des menschlichen Körpers angewandt auf die Regulation oder Korrektur all dessen, was die harmonische Funktion stört." Die Funktion soll dabei so gestärkt werden, dass die Selbstheilungskräfte zum Tragen kommen.

Was ist Craniosakrale Therapie?

Die Craniosakrale Methode ist eine körperorientierte, manuelle Behandlungsform, die in Deutschland zunehmend Anwendung findet. Es ist eine sanfte, invasive Körper- und Therapiearbeit, in der selten mehr als 5g Druck benutzt werden. Sie basiert auf der Arbeit mit dem sogenannten Cranio-Sakralen-System, einem Pulssystem der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, welches am ganzen Körper ertastbar ist. Praktizierende dieser Methode erspüren den Rhythmus dieses Systems von ca 6-14 Zyklen in der Minute und können durch gezielte Techniken und Mobilisationen dessen Harmonisierung und Stärkung bewirken. Dadurch werden körperinnere Blockaden gelöst und eine verbesserte Funktionsfähigkeit des vegetativen Nervensystems und des Endokriniums erreicht. Damit verbunden ist eine gestärkte Immunabwehr und die Erhöhung des energetischen Grundpotenzials im gesamten Körper. Die Craniosakrale Methode arbeitet ganzheitlich - nicht direktiv - auf struktureller, emotionaler und psychologischer Ebene und kann durch andere therapeutische Verfahren ergänzt werden. Im Rahmen einer medizinischen Behandlung können die Symptome bestimmter Krankheitsbilder gezielt behandelt und der gesamte Heilungsverlauf positiv beeinflusst werden.

Besonders bewährt hat sich die Craniosakrale Therapie bei:

  • Facialis Parese
  • Tinnitus
  • Kiefergelenksbeschwerden
  • Muskelverspannungen
  • Teilleistungsstörungen bei Kindern, sensorische Integrationsstörungen
  • Hyperaktivität, Lernschwierigkeiten
  • Schwangerschaftsbeschwerden: Ischialgien, Erbrechen, allgemeine Überlastung u.a.
  • Säuglingsbehandlung: Schrei- und Spuckkinder, Schädeldeformationen, Kompression
  • der Schädelbasis
  • Geburtstraumata
  • Stress und dessen Folgeerscheinungen
  • psychosomatische Krankheitsbilder: Störungen des ZNS wie M.Parkinson, MS,
  • Cerebrale Parese, Apoplex u.a.
  • Folgen von Unfällen und Stürzen
  • Schleudertraumata
  • Geburtstraumata
  • Schmerzzuständen
  • Migräne
  • Rheuma
  • Schulter-und Rückenbeschwerden